Spanien hat eine gute staatliche Versorgung und daneben ein großes privates Angebot. Wer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Spanien zieht, fragt sich: Habe ich Zugang zur staatlichen Versorgung? Muss ich privat versichert sein? Oder lohnt sich beides?
Ob das öffentliche oder private Gesundheitssystem in Spanien zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Situation ab: ob Sie Rentner sind, in Spanien arbeiten oder vor der Rente auswandern.
Hier lesen Sie, wie beide Systeme funktionieren, wer Zugang zur öffentlichen Versorgung hat und wann eine private Krankenversicherung Pflicht ist.
Wir helfen Ihnen, den passenden Tarif eines in Spanien zugelassenen Versicherers zu wählen.
Jede Region hat ihren eigenen Gesundheitsdienst, zum Beispiel in Andalusien, Valencia, Murcia oder auf den Balearen. Die Standards sind ähnlich, die Abläufe unterscheiden sich etwas. Ihr erster Weg führt immer zum Hausarzt im örtlichen Gesundheitszentrum (centro de salud). Er überweist Sie bei Bedarf an einen Facharzt.
Der Zugang hängt an einem Anspruch. Die wichtigsten Wege:
Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gilt nur für vorübergehende Aufenthalte. Für einen dauerhaften Wohnsitz reicht sie nicht.
Private Krankenversicherungen in Spanien arbeiten meist mit einem Netz aus Ärzten und Kliniken. Sie gehen direkt zum Facharzt, ohne Überweisung, und bekommen meist innerhalb weniger Tage einen Termin. In Ballungsräumen und an den Küsten gibt es viele Privatkliniken.
Wer bereits öffentlich versorgt ist, kann eine private Versicherung zusätzlich abschließen. Als Richtwert kostet das etwa 45 bis 150 Euro pro Erwachsenem und Monat, je nach Alter und Tarif.
Für EU-Bürger und Schweizer, die in Spanien nicht arbeiten und kein S1 haben. Für das Certificado de Registro muss die Police vollen Schutz bieten:
Mehr dazu auf unserer Seite Krankenversicherung für die Residencia.
| Öffentlich | Privat | |
|---|---|---|
| Zugang | Nur mit Anspruch (Arbeit, S1, Familie, convenio especial) | Mit Vertrag, nach Gesundheitsprüfung des Versicherers |
| Facharzt | Über den Hausarzt, oft mit Wartezeit | Direkt, meist in wenigen Tagen |
| Notfälle | Schnelle Versorgung | Private Notaufnahmen im Netz |
| Sprache | Überwiegend Spanisch | Je nach Arzt und Klinik |
| Zahnarzt | Für Erwachsene im Wesentlichen nur Notfälle | Meist über eine eigene Zahnversicherung |
| Kosten | Kostenlos beim Arzt, Medikamente bezuschusst | Monatlicher Beitrag, abhängig von Alter und Tarif |
Mit einem S1 oder über die Arbeit sind Sie öffentlich gut versorgt. Die Lücken liegen vor allem bei Wartezeiten, beim Zahnarzt und bei der Rückführung. Diese Ergänzungen vermitteln wir:
Einen Überblick gibt unsere Seite Zusatzversicherungen in Spanien.
Deutscher Rentner, gesetzlich versichert. S1 von der Krankenkasse, Registrierung beim INSS, öffentliche Versorgung in Spanien. Eine private Police ist nicht nötig. Viele ergänzen gezielt Zahnversicherung oder Facharztschutz.
Deutsche Rentnerin, bisher privat versichert (PKV). Kein S1. Für die Residencia braucht sie eine spanische Vollversicherung.
Österreichischer Frühpensionist ohne Erwerbstätigkeit. Noch kein S1 aus der Pension? Dann private Vollversicherung für das Certificado de Registro. Mehr auf der Seite Krankenversicherung für Frührentner.
Schweizer Pensionierter mit AHV-Rente. In der Regel weiter über die Schweizer Krankenkasse versichert, Behandlung in Spanien mit S1. Details auf unserer Seite Krankenversicherung für Schweizer in Spanien.
Angestellt oder selbständig in Spanien. Öffentlich versichert über die Seguridad Social. Privat nur, wenn Sie mehr möchten.
Ob Vollversicherung für die Anmeldung oder Ergänzung zur öffentlichen Versorgung: Wir helfen Ihnen, den passenden Tarif eines in Spanien zugelassenen Versicherers zu wählen.
Weitere Ratgeber: S1-Formular in Spanien, Krankenversicherung für Deutsche in Spanien, Zur Übersicht.
Das hängt von Ihrer Situation ab. Wer in Spanien arbeitet oder als Rentner ein S1 hat, ist öffentlich versorgt. Wer nicht arbeitet und kein S1 hat, braucht für das Certificado de Registro eine private Vollversicherung.
Nein. Die EHIC gilt nur für vorübergehende Aufenthalte. Mit Wohnsitz in Spanien brauchen Sie einen Anspruch im spanischen System oder eine private Versicherung.
Eine freiwillige Mitgliedschaft im öffentlichen Gesundheitssystem gegen einen monatlichen Beitrag, je nach Alter etwa 60 bis 160 Euro. Sie steht erst nach 12 Monaten im padrón offen und hilft daher nicht bei der ersten Anmeldung.
Ja, das machen viele. Öffentlich für Hausarzt, Medikamente und Notfälle, privat für schnellere Facharzttermine und mehr Wahlfreiheit. Das eine beeinflusst das andere nicht.
Im öffentlichen System bei nicht dringenden Fällen oft einige Wochen bis mehrere Monate. Mit privater Versicherung meist nur wenige Tage. Dringende Fälle werden öffentlich schnell behandelt.
Für Erwachsene im Wesentlichen nur Notfälle. Für Kontrollen, Füllungen oder Zahnersatz brauchen Sie eine eigene Zahnversicherung oder zahlen privat.
Ihr öffentlicher Anspruch bleibt, aber Sie melden sich im neuen Gesundheitszentrum an. Eine private Versicherung gilt in der Regel in ganz Spanien weiter.
Sagen Sie uns, ob Sie arbeiten, ein S1 haben oder vor der Rente nach Spanien ziehen. Wir erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot.
Angebot anfordernMit uns sprechen247 Expat Insurance ist ein eingetragener Versicherungsvermittler und keine Kanzlei für Einwanderungsrecht. Über Aufenthaltsrechte und Ansprüche im öffentlichen System entscheiden die zuständigen Behörden und Krankenkassen. Der Versicherer prüft jeden Antrag individuell. Preise sind unverbindliche Richtwerte. Unsere Registrierungsdaten finden Sie im Aviso legal.