Mit Haustier nach Spanien

Mit Haustier nach Spanien: was Sie vor und nach dem Umzug erledigen müssen

Sie wollen mit Ihrem Haustier nach Spanien ziehen? Mit Hund, Katze oder Frettchen ist das aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gut machbar. Es gelten die EU-Regeln für Heimtiere. Wichtig sind drei Dinge: Mikrochip, gültige Tollwutimpfung und der EU-Heimtierausweis. Nach dem Umzug melden Sie Ihr Tier in Spanien an. Diese Seite führt Sie Schritt für Schritt durch alles, was dazugehört.

Mit Hund oder Katze nach Spanien?

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Das Wichtigste in Kürze

  • Hund, Katze und Frettchen brauchen einen Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und den EU-Heimtierausweis.
  • Der Chip muss vor der Tollwutimpfung gesetzt sein. Sonst zählt die Impfung nicht.
  • Nach der ersten Tollwutimpfung müssen Sie 21 Tage warten, bevor Sie reisen.
  • In Spanien melden Sie Ihr Tier beim Tierregister Ihrer Gemeinde oder Region an und ändern die Adresse in der Chip-Datenbank.
  • Für bestimmte Hunderassen (perros potencialmente peligrosos) brauchen Sie eine Lizenz und eine Haftpflichtversicherung.
  • Tierarztkosten zahlen Sie in Spanien selbst. Eine Tierkrankenversicherung hilft bei teuren Behandlungen.

Mit Hund nach Spanien auswandern: die Einreiseregeln

Innerhalb der EU gilt für Heimtiere die Verordnung (EU) 576/2013. Sie regelt, wann Hunde, Katzen und Frettchen ohne Probleme über die Grenze dürfen. Für die Reise aus Deutschland oder Österreich nach Spanien brauchen Sie:

  • einen Mikrochip,
  • eine gültige Tollwutimpfung,
  • den EU-Heimtierausweis.

Mehr zu allen drei Punkten lesen Sie in den folgenden Abschnitten.

Aus der Schweiz nach Spanien

Aus der Schweiz gelten für die Reise nach Spanien dieselben Regeln: Chip, Tollwutimpfung und Heimtierausweis. Lassen Sie den Ausweis von Ihrem Tierarzt prüfen, bevor Sie losfahren.

Mikrochip

Ihr Tier braucht einen Chip nach ISO-Norm 11784/11785 mit 15 Ziffern. Der Chip muss vor der Tollwutimpfung gesetzt sein. Wurde Ihr Tier gegen Tollwut geimpft, bevor es gechippt war, zählt die Impfung für die Reise nicht. Dann muss es nach dem Chip noch einmal geimpft werden.

Tollwutimpfung

Die Impfung macht ein Tierarzt, nach dem Chip, mit Eintrag im Ausweis. Nach einer ersten Impfung beginnt eine Wartezeit von 21 Tagen. Erst danach darf Ihr Tier reisen.

Lassen Sie Auffrischungen rechtzeitig machen. Läuft die Impfung ab, beginnt die Wartezeit von vorn. Junge Tiere können erst ab einem gewissen Alter gegen Tollwut geimpft werden. Planen Sie bei Welpen und Kitten daher mehr Zeit ein.

EU-Heimtierausweis

Den blauen EU-Heimtierausweis stellt Ihr Tierarzt zu Hause aus. Er gilt ein Tierleben lang und für beliebig viele Reisen. Ihr deutscher, österreichischer oder Schweizer Ausweis bleibt auch in Spanien gültig. Der spanische Tierarzt trägt neue Impfungen einfach ein. Ist der Ausweis voll oder verloren, stellt er einen spanischen EU-Heimtierausweis aus.

Bandwurmbehandlung

Eine Bandwurmbehandlung ist für die Einreise nach Spanien aus einem EU-Land nicht vorgeschrieben. Sie gilt nur für einige andere Länder, etwa Irland, Finnland, Malta und Norwegen. Führt Ihre Route durch eines dieser Länder, fragen Sie Ihren Tierarzt. Katzen brauchen keine Bandwurmbehandlung.

Katze nach Spanien mitnehmen: Auto oder Flugzeug

Für Katzen gelten dieselben Regeln wie für Hunde: Chip, Tollwutimpfung, Heimtierausweis. Bei der Wahl der Reise gilt für beide Tierarten:

Mit dem Auto: Die meisten Auswanderer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fahren mit dem Auto durch Frankreich. Das ist für Tiere meist die ruhigste Lösung. Planen Sie Pausen und tierfreundliche Unterkünfte unterwegs ein. Im Sommer wird es im Auto schnell zu heiß.

Mit dem Flugzeug: Kleine Tiere reisen oft in der Kabine in einer zugelassenen Box. Größere Tiere reisen im Frachtraum in einer Transportbox nach IATA-Norm. Fragen Sie vor der Buchung bei der Fluggesellschaft nach. Manche nehmen im Sommer keine Tiere im Frachtraum mit.

Mehrere Tiere: Für private Reisen gelten Obergrenzen für die Zahl der Tiere. Reisen Sie mit vielen Tieren, klären Sie die Regeln vorher mit Ihrem Tierarzt.

Listenhunde in Spanien: was für „gefährliche“ Hunde gilt

Spanien kennt die Einstufung als perro potencialmente peligroso (PPP). Für einen PPP-Hund brauchen Sie:

  • eine Halterlizenz vom Rathaus (mit Führungszeugnis und Eignungsnachweis),
  • eine Haftpflichtversicherung für den Hund,
  • Maulkorb und kurze Leine in der Öffentlichkeit,
  • regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt.

Zur Liste zählen unter anderem American Staffordshire Terrier, American Pit Bull Terrier, Rottweiler, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Tosa Inu und Akita Inu. Auch Mischlinge mit deutlichen Merkmalen dieser Rassen können darunter fallen. Einige Regionen haben eigene, längere Listen.

Wichtig: Unsere Tierkrankenversicherung zahlt Tierarztkosten. Sie ist keine Hundehaftpflicht und erfüllt nicht die Pflichtversicherung für PPP-Hunde. Ob und ab wann eine Haftpflicht für alle Hunde gilt, hängt vom neuen Tierschutzgesetz (Ley 7/2023) und den Regeln Ihrer Region ab. Fragen Sie dazu im Rathaus nach.

Hund in Spanien anmelden: die ersten Wochen nach dem Umzug

Wenn Sie in Spanien wohnen, gilt Ihr Tier dort als ansässig. Dann kommen einige Behördengänge hinzu. Meist hilft Ihnen der neue Tierarzt dabei.

  • Tierregister: Melden Sie Ihr Tier beim Tierregister Ihrer Gemeinde oder Region an (Registro Municipal de Animales de Compañía oder das regionale Register). Fragen Sie im Rathaus oder beim Tierarzt nach der Frist.
  • Chip-Datenbank: Lassen Sie Ihre spanische Adresse in der Chip-Datenbank eintragen. Nur so findet ein entlaufenes Tier zu Ihnen zurück.
  • Heimtierausweis: Ihr Ausweis bleibt gültig. Neue Impfungen trägt der spanische Tierarzt ein.
  • Listenhunde: Gehört Ihr Hund zu einer gelisteten Rasse, beantragen Sie die Lizenz im Rathaus.

Auch Ihr eigener Schutz gehört auf die Liste. Für die Anmeldung als EU-Bürger (Certificado de Registro) brauchen Sie meist eine Krankenversicherung. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite Krankenversicherung für die Residencia.

Tierarzt in Spanien: Kosten und typische Risiken im Süden

Gerade an den Küsten und auf den Inseln gibt es viele private Tierkliniken, oft mit Notdienst rund um die Uhr. Suchen Sie sich früh eine Praxis in Ihrer Nähe.

In Spanien gibt es keine staatliche Hilfe für Tierarztkosten. Sie zahlen jede Behandlung selbst. Eine Operation oder ein Klinikaufenthalt kann schnell teuer werden. Dazu kommen Risiken, die Sie aus Mitteleuropa vielleicht nicht kennen:

  • Mittelmeerkrankheiten: Sandmücken übertragen die Leishmaniose. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach Schutz, etwa Halsbändern, Spot-on-Mitteln oder einer Impfung.
  • Prozessionsspinner: Die Raupen (procesionaria) leben an Kiefern. Ihre Haare sind für Hunde gefährlich, vor allem im Frühjahr.
  • Hitze: Im Sommer drohen Hitzschlag und verbrannte Pfoten auf heißem Asphalt.

Tierkrankenversicherung in Spanien

Eine Tierkrankenversicherung in Spanien übernimmt einen Teil der Tierarztkosten bei Krankheit und Unfall. Sie zahlt nur Tierarztkosten. Sie ist keine Hundehaftpflicht und keine Versicherung gegen Diebstahl.

  • Ihr Tier muss gechippt sein, in Spanien gemeldet sein und dort leben.
  • Krankheiten, die beim Abschluss schon bekannt sind, sind meist ausgeschlossen.
  • Schließen Sie die Versicherung daher früh ab, solange Ihr Tier gesund ist.

Checkliste: mit Haustier nach Spanien

  • Mindestens sechs Wochen vor der Reise: Chip prüfen, Tollwutimpfung prüfen oder machen lassen.
  • EU-Heimtierausweis vom Tierarzt ausstellen oder aktualisieren lassen.
  • Reiseweg planen: Unterkünfte, Fluggesellschaft, Transportbox.
  • Klären, ob Ihr Hund in Spanien als PPP gilt, und die Lizenz planen.
  • Bei Mietwohnungen fragen, ob Tiere erlaubt sind.
  • In Spanien: Tierarzt suchen, Tier im Register anmelden, Adresse in der Chip-Datenbank ändern.
  • Tierkrankenversicherung abschließen, solange Ihr Tier gesund ist.

Häufige Fehler

  • Gegen Tollwut impfen lassen, bevor der Chip gesetzt ist. Dann muss neu geimpft werden.
  • Die 21 Tage Wartezeit nach der ersten Tollwutimpfung vergessen.
  • Die Auffrischung verpassen. Dann beginnt die Wartezeit von vorn.
  • Nicht prüfen, ob der eigene Hund in Spanien als PPP gilt.
  • Das Tier nach dem Umzug nicht im Tierregister anmelden.
  • Die spanische Adresse nicht in der Chip-Datenbank eintragen.
  • Die Tierkrankenversicherung erst abschließen, wenn das Tier schon krank ist.

Ihr Angebot für die Tierkrankenversicherung

Für Hunde und Katzen, die in Spanien leben. Die Versicherung zahlt Tierarztkosten bei Krankheit und Unfall, keine Haftpflicht. Telefon +34 868 290 730, WhatsApp +34 613 26 88 98, E-Mail info@247expatinsurance.com.

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Häufige Fragen: mit Haustier nach Spanien

Wie früh sollte ich mit den Vorbereitungen anfangen?

Rechnen Sie mit mindestens sechs Wochen. Nach einer ersten Tollwutimpfung müssen Sie 21 Tage warten. Ist alles gültig im Heimtierausweis eingetragen, geht es schneller.

Brauche ich in Spanien einen neuen Heimtierausweis?

Nein. Ihr EU-Heimtierausweis aus Deutschland oder Österreich bleibt gültig. Der spanische Tierarzt trägt neue Impfungen ein. Einen spanischen Ausweis brauchen Sie erst, wenn der alte voll oder verloren ist.

Muss ich meinen Hund in Spanien anmelden?

Ja. Melden Sie ihn beim Tierregister Ihrer Gemeinde oder Region an und ändern Sie die Adresse in der Chip-Datenbank. Ihr Tierarzt oder das Rathaus sagt Ihnen, welche Stelle zuständig ist.

Ist mein Hund in Spanien ein Listenhund?

Das hängt von Rasse und Region ab. Zur nationalen Liste gehören unter anderem American Staffordshire Terrier, Pit Bull, Rottweiler, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Tosa Inu und Akita Inu. Manche Regionen haben längere Listen. Fragen Sie im Rathaus nach.

Zahlt die Tierkrankenversicherung auch Schäden, die mein Hund verursacht?

Nein. Unsere Tierkrankenversicherung zahlt nur Tierarztkosten. Für Schäden an Dritten brauchen Sie eine Hundehaftpflicht. Für PPP-Hunde ist sie Pflicht.

Sind Vorerkrankungen meines Tieres versichert?

In der Regel nicht. Krankheiten, die beim Abschluss bekannt sind, sind meist ausgeschlossen. Geben Sie im Antrag alles ehrlich an.

Welche Krankheiten sind in Spanien für Hunde besonders gefährlich?

Vor allem die Leishmaniose, die Sandmücken übertragen. Im Frühjahr sind die Raupen des Prozessionsspinners gefährlich. Ihr Tierarzt in Spanien berät Sie zum Schutz.

247 Expat Insurance: Tierkrankenversicherung in Spanien

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247 Expat Insurance ist ein eingetragener Versicherungsvermittler und keine Kanzlei für Einwanderungsrecht. Über Einreise- und Halterregeln entscheiden die zuständigen Behörden. Die Angaben auf dieser Seite sind allgemeine Informationen; prüfen Sie die aktuellen Regeln mit Ihrem Tierarzt. Der Versicherer prüft jeden Antrag individuell. Unsere Registrierungsdaten finden Sie im Aviso legal.